Amazon Gebote bei hohem ACoS senken Sie am besten schrittweise und per Regel: Liegt der ACoS eines Keywords oder Targets über Ihrem Zielwert und hat es genug Klicks gesammelt, sinkt das Gebot um einen kleinen, festen Anteil. Eine Untergrenze und eine Wartezeit zwischen zwei Änderungen verhindern, dass dasselbe Gebot bei jedem Lauf weiter fällt.
So kommen Sie zu einer Regel, die zu Ihrem Konto passt.
Was bedeutet „hoher ACoS“ überhaupt?
Der ACoS (Advertising Cost of Sales) ist das Verhältnis von Werbeausgaben zu Werbeumsatz: ACoS = Werbeausgaben ÷ Werbeumsatz. Ob ein Wert hoch ist, entscheidet nicht Amazon, sondern Ihr Ziel. Einige Unternehmen wollen mit ihrer Werbung besonders profitabel sein, andere verfolgen maximale Verkäufe bei einem Break-Even-ACoS, wieder andere fahren bewusst unprofitable Kampagnen, um Marktanteile zu gewinnen.
Der erste Schritt ist deshalb immer ein Zielwert – je Produkt, nicht für das ganze Konto.
Warum hilft ein niedrigeres Gebot?
Das Gebot ist der Betrag, den Sie für einen Klick bieten. Rechnerisch hängt der ACoS an drei Größen: dem Klickpreis, der Conversion Rate und dem Bestellwert. Bleiben Conversion Rate und Bestellwert gleich, sinkt mit dem Klickpreis auch der ACoS.
Die Kehrseite: Ein niedrigeres Gebot kann Sichtbarkeit kosten. Mathematische Algorithmen neigen leider oft dazu, Gebote zu stark zu senken, was die Gesamtperformance in Ihrem Account beeinträchtigen kann. Deshalb gehören zu einer guten Regel vier Bausteine.
Welche vier Bausteine braucht die Regel?
- Genug Daten. Ein ACoS aus drei Klicks ist Zufall. Eine Mindestzahl an Klicks im betrachteten Zeitraum stellt sicher, dass die Regel nur über Keywords urteilt, die sie beurteilen kann.
- Kleine Schritte. Eine Senkung um einen festen, kleinen Anteil lässt Ihnen die Möglichkeit, die Wirkung zu sehen, bevor der nächste Schritt folgt.
- Eine Wartezeit. Nach einer Gebotsänderung braucht es neue Daten. Die Bedingung „seit der letzten Gebotsänderung sind mindestens x Tage vergangen“ verhindert, dass dasselbe Gebot bei jedem Lauf erneut sinkt. Dafür gibt es im PPC-Butler die Change-KPI.
- Eine Untergrenze. Mindest- und Maximalgebote helfen dabei, extreme Änderungen zu vermeiden. Bei einer Senkungsregel heißt das: nie unter Ihr Mindestgebot, und nie nach oben.
Wie behalten Sie die Kontrolle?
Im PPC-Butler sehen Sie genau, welcher Workflow bei welcher Kampagne und bei welchem Keyword angewendet wurde, bevor das Gebot auf Amazon gesetzt wird. Und falls eine Regel doch zu weit gegangen ist: Ein Klick und alles ist rückgängig gemacht.
Beispielregel: Gebot bei hohem ACoS senken
- WENN ACoS (letzte 30 Tage) > 25 % UND Klicks (letzte 30 Tage) ≥ 15 UND seit der letzten Gebotsänderung ≥ 3 Tage vergangen sind → DANN Gebot × 0,85 (minus 15 %), Untergrenze: Ihr Mindestgebot, eine Erhöhung ist ausgeschlossen.
Das Bild über diesem Artikel zeigt denselben Fall: Der Zielwert liegt bei 25 %, der ACoS bei 45 % – die Regel senkt das Gebot Schritt für Schritt, höchstens bis zum Mindestgebot.
Alle Zahlen in dieser Regel sind Beispielwerte. ACoS-Schwelle, Klickzahl, Wartezeit und Schrittweite legen Sie selbst fest – passend zu Ihrer Marge und Ihrem Ziel je Produkt.


